Domaine des Trinités

Die göttliche Ordnung

Wer in Südfrankreich Ferien macht, kommt um Weine aus dem Weinbaugebiet Faugères kaum herum. Überall sind sie auf den Weinkarten lokaler Restaurants und Hotels zu finden. Im Frühjahr haben wir vor Ort ganz gezielt Ausschau gehalten nach Preziosen aus dieser Gegend. Mit Freude dürfen wir mitteilen, dass wir fündig geworden sind. Gerne stellen wir Ihnen die Domaine des Trinités von Monica und Simon Coulshaw etwas näher vor.

Wie kommt ein Engländer nach Roquessels? Simon ist weintechnisch «vorbelastet» durch seinen aus Frankreich stammenden Vater, der selber schon im Weingeschäft aktiv war. Nachdem Simon in seiner Jugend bei diversen Weinernten mitgeholfen hatte, war er vom Weinbau derart begeistert, dass er sich am Plumpton College in Brighton immatrikulierte, um die Kunst des Weinbaus und der Weinherstellung von Grund auf zu erlernen. Nach dem Studium begann der zweite Teil seines Plans – nämlich die Suche nach einem geeigneten Weinberg.

Als überzeugter «Terroirist» vertritt er die Ansicht, dass die Qualität des Weines hauptsächlich von der Qualität der Trauben abhängt. Diese wiederum ist abhängig vom richtigen Boden, dem Wetter und der geografischen Lage. Und so ist es wenig erstaunlich, dass ihn die Suche ins Languedoc führte, wo es einige wirklich hervorragende Lagen mit grossem Potenzial gibt. Nachdem er mehr als hundert Objekte angeschaut hatte, begegnete er eines Novembermorgens im Jahr 2006 «Mrs. Right». Nach zehn Minuten war klar, dass es dieses Grundstück sein sollte. Weil auch Monica, Simons katalanische Frau und Liebhaberin von Mittelmeer-Weinen, die Gegend mochte und ihr sowohl Haus als auch die Schulinfrastruktur für die Kinder gefielen, war der Kauf perfekt.

Ideales Mikroklima

Die Domaine des Trinités umfasst 24 Hektaren und liegt in den von der Sonne verwöhnten Schiefer-Hängen der Cevennen, wo die schwache Vegetation um ihr Überleben kämpft. Der karge, felsige Boden zwingt die Reben, ihre Wurzeln immer tiefer ins Erdreich zu treiben, um an Wasser und jene Mineralien zu gelangen, welche schliesslich einzigartige, expressive und komplexe Weine ergeben. Das Mikroklima mit drei vorherrschenden Winden, welche Frische, Niederschläge und eine schonende Trocknung bewirken, schafft die Voraussetzung für Weine mit Eleganz und viel Charakter.

Verschiedene Schiefer prägen die Weine

Die Domaine arbeitet auf zwei verschiedenen Terroirs: Einerseits auf einem klassischen Faugères-Schiefer aus dem Paläozoikum auf 650–1000 Meter über Meer, was würzige, elegante Weine hervorbringt. Diese kann man ziemlich jung trinken, sie verfügen aber auch über genügend Struktur und Tannine, um sie bis zu einer Dekade lagern zu können. Anderseits, östlich angrenzend, gedeihen die Reben auf gelbem Schiefer der Appellation Côteaux de Languedoc. Die steilen Südhänge sind ausschliesslich von Garrigue-Kräuterlandschaften umgeben, was eine grosse Drainage sichert und zusammen mit den heissen Tagen und kühlen Nächten eine optimale Reifung garantiert. Im Jahr 2008 wurden die Rebberge dank der guten Qualität als «Cru de Pézenas» qualifiziert.

Sorgfältige Arbeit von Hand

Simon und Monica bewirtschaften ihre Reben nach biodynamischen Kriterien. Die Rebstöcke sind von unterschiedlichem Alter: Das der Grenache- und Cinsault-Reben beträgt rund 80 Jahre, das der Syrah-Stöcke rund 20 Jahre. Die Erntemenge liegt zwischen 25 und 35 Hektoliter pro Hektar, wobei die Trauben von Hand geerntet und mit grosser Sorgfalt verarbeitet werden. Der Weinkeller ist nach dem traditionellen Languedoc-Muster konstruiert: Während die eine Hälfte sich parterre befindet, liegt die andere unterirdisch, was eine gleichmässig kühle Temperatur garantiert.

8 Fragen an Simon Coulshaw

Meine Appellationen?

AOP Faugères und AOP Pézenas

Lebensmotto?

Richte nie über einen Menschen, bevor du nicht einen Kilometer in seinen Schuhen zurückgelegt hast.

Was ich liebe?

Alles Schöne und meine Familie – das ist aber dasselbe.

Meine Top-Tipps?

Trinke nur guten Wein – oder gar keinen.

Besonderes Kennzeichen?

Herz und Leidenschaft. Denn es gibt nichts, dass sich zu tun lohnt ohne Liebe.

Meistgebrauchtes Schimpfwort?

Bollocks.

Lieblingsfest?

Weihnachten – der ideale Moment für die Familie und guten Wein. Domaine des Trinités, natürlich 🙂

Bestes Antidepressivum?

Ein Ausflug mit dem Velo durch die Hügel des Languedoc.

Ausnahmsweise eine 9. Frage: Woher hat die Cuvée 42 ihren Namen?

42 ist die von einem Computer berechnete Antwort auf die «ultimative Frage des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest» – gestellt im Buch «Per Anhalter durch die Galaxis» von Douglas Adams.

Die Weine der Domaine des Trinités

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